„Toubabodou“ heißt in der westafrikanischen Mandinka-Sprache soviel wie „gelobtes Land“. Das Lied erzählt von den geplatzten Träumen, den vielen Entbehrungen und dem Leid eines Schwarzen auf der langen Reise nach Europa, dem Kontinent der Träume. George Leitenberger verzichtet darauf, die Geschichte mit pädagogischem Zeigefinger vorzutragen. Das, was er erzählt und wie er es tut, spricht für sich. Ein Fazit bleibt der Sänger schuldig. Die Kraft der Worte wirkt dadurch umso stärker. George Leitenberger verzichtet auch darauf, dem Klangbild afrikanische Töne beizumischen. Seine dunkle, fast beiläufige Stimme und die locker hingeworfenen Gitarrenakkorde erinnern an J.J. Cale. Der ideale Sound also für ein Roadmovie. Wer genau hinhört, kann sich dem inneren Film, der unweigerlich abläuft, kaum entziehen. „Toubabodou“ ist das wohl eingängigste Stück einer CD, die beim zweiten Zuhören eine starke Kraft entwickelt.
Die persönliche Empfehlung Lied - Januar 2008 Empfohlen von Martin Steiner, Winterthur, Schweiz Auf: George Leitenberger – Stiller die Spur Nuit Blanche Recordings
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