Die persönliche Empfehlung CD - Dezember 2007 Traumton
In allen stilistischen Farben schillert das „farbengeile“ neue Album von Strom und Wasser. Von fast dadaistischen Anklängen bis zu tiefgründigen, zu Gemüte gehenden Liedern, von bissiger Kritik an den Missionen der Bundeswehr bis zu kleinteiligen Anmerkungen über das Prekariat oder das menschliche Chaos - Strom und Wasser lassen für sich alles zu: die Poetik, eine bild- und metaphernreiche Sprache, das Rotzfreche wie das innig Schildernde. In keinem der Lieder hat man das Gefühl, sie wollten etwas beweisen, sie präsentierten einen Stil, der nicht genau der Eigene ist. Sie meistern eben viele Sprachen, viele Rhythmen, viele Ausdrucksformen. Welches Lied mir persönlich am meisten unter die Haut gegangen ist? Es ist das „Träumerchen“, eine Liebeserklärung an ein schwer behindertes Kind: geschrieben, gesungen mit einem Verständnis, einer Liebe, mit einem Blick aus dem Herzen des „Träumerchens“ heraus. Wer solche Lieder, wer ein solches Album zustande bringt, gehört einfach zu den ganz Großen.
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