Liederbestenliste


Verein für deutschsprachige Musik eV

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Im Februar

Spitzenreiter der 
Liederbestenliste

Konstantin Wecker

Konstantin Wecker – Absurdistan
auf: Wut und Zärtlichkeit
Sturm & Klang (www.wecker.de)


CD des Monats


Felix Meyer – Erste Liebe, letzter Tanz
105 Music (www.105music.com)


Empfehlung Lied


Toni Kater – Venedig
Auf: Toni Kater – Sie fiel vom Himmel
Solaris Empire/Broken Silence (www.solaris-empire.de)


Empfehlung CD


Betancor – Kein Island
Kurtmusik/Popappeal (www.betancor.de)

Liederfest 2011 im Bonner Pantheon am 18. November

Samstag 03 September 2011

Liederfest 2011 - Liederbestenliste jetzt auch im ORF - Stoppok bekommt den diesjährigen Liederpreis – Uta Köbernick ist die Förderpreisträgerin  2011 – Liederfest im Bonner Pantheon am 18. November

Für seinen Titel „Zeit für ein Wunder“ von der CD Grundblues 2.1 bekommt Stoppok den Liederpreis 2011 der Liederbestenliste, einer von Jurorinnen und Juroren aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengestellten monatlichen Hitparade deutschsprachiger Musik. Das Lied des mit schlesischen Wurzeln in Hamburg geborenen, im Ruhrgebiet groß gewordenen und heute in Oberbayern lebenden Künstlers bekam im Wertungszeitraum von Mitte 2010 bis Mitte 2011 über sieben Monate die meisten Punkte der Jury und stand davon fünf Mal auf Platz 1 der Liederbestenliste. Nach 2000 und 2004 erhält Stoppok den in seiner Art in Deutschland einzigartigen Preis bereits zum dritten Mal. Beim Liederfest wird er mit seinem langjährigen Begleiter, dem Bassisten Reggie Worthy auftreten.

Jurorin Danuta Görnandt schrieb für eine Ausstellung zur Geschichte der Liederbestenliste, die im Februar beim Festival Musik und Politik in Berlin gezeigt wurde, über den diesjährigen Preisträger:

„Stefan Stoppok gehört zu jenen Musikern, denen am Beginn ihrer Laufbahn ein Experte den weisen Ratschlag gibt, die Hände von der Musik zu lassen. Welche Ergebnisse eine Trotzreaktion haben kann, lässt sich bei Stoppok bestens beobachten. Inzwischen ist er 40 Jahre auf den Bühnen des Landes unterwegs, mit einer stetig wachsenden Hörerschaft an seiner Seite. Der Musikindustrie schlug er derweil so manches Schnäppchen, entzog sich den geplanten Vereinnahmungen und bringt seine CDs schon lange selbst heraus.

Seine Musik ist mit den Begriffen ‚erdig‘ und ‚authentisch‘ ganz gut beschrieben, ohne dass damit schon geklärt wäre, ob er gerade Gitarre, Mandoline, Banjo oder Waldzither spielt, ob es nach Blues, Folk oder Rock’n’Roll klingt und ob er mit Band spielt oder mit Reggie Worthy oder ganz allein auf der Bühne sitzt.  Aber auf der Bühne sitzen – das gehört zu seinen Grundhaltungen, denn genau so erzählt es sich ja so schön. Die Songs von Stoppok sind in dem Sinne Teil einer Plauderei mit dem Publikum, auch wenn er meist ganz allein sein lautes Nachdenken auf die Bühne bringt. Seine klein daher kommenden Alltagsgeschichten entpuppen sich nicht selten als Aufforderung zum Andershandeln à la ‚Denk da noch mal drüber nach.‘  Auf diese Weise schaut er der (Wegwerf-)Gesellschaft aufs Maul und legt, meist sehr gewitzt, den Finger in so manche Wunde.“

Der Förderpreis 2011 der Liederbestenliste geht an Uta Köbernick.  In der Begründung heißt es:

„Uta Köbernick ist Berlinerin mit derzeitigem Wohnsitz in der Schweiz. Gut verdient die letzten Jahre, könnte man meinen, schließlich wohnt Schumacher auch dort. Aber das ist nicht der Grund. Sie spielt dort Theater, nachdem sie 2005 ihr Engagement am Berliner Ensemble nicht verlängert hatte. Und sie singt auch, wie der geneigte Hörer ihrer aktuellen CD Auch nicht schlimmer entnehmen kann. Dass Uta Köbernick einmal Gesang studiert hat, gereicht ihr nicht zum Nachteil, denn bei ihr entdeckt man, dass Erzählen und Singen sich durchaus gleichzeitig realisieren lassen. Und was sie erzählt, sind zunächst einmal meist Geschichten, die sie scheinbar selbst erlebt hat oder uns glauben machen will, dass es so ist. Daraus macht Uta Köbernick Lieder, deren Texte zeigen, dass nichts spannender ist als der vermeintlich banale Alltag. Ihre Sprache ist aktuell, verleugnet aber nie eine Spur Romantik. Humor kommt nicht zu kurz, auch wenn er manchmal ziemlich schräg ist oder einem das Lachen nicht selten im Hals stecken bleibt. Musikalisch setzt Uta Köbernick auf Einfachheit, auf wunderbar reduzierte Instrumentierung und schlichte Melodien, die aber nichts vermissen und so Platz für die Konzentration auf die Texte ihrer Lieder lassen.“

Vergeben werden die Preise im Rahmen des diesjährigen Liederfests, das am 18. November in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und MDR Figaro im Bonner Pantheon stattfinden wird.

Als Gast tritt beim Liederfest 2011 Götz Widmann auf. Als „Poesie des alltäglichen Wahnsinns“ beschreibt der Musiker selbst das, was er macht. Und so wenig die Vertreter der so genannten Antifolkbewegung mit klassischer Folkmusik zu tun haben, so wenig entspricht Götz Widmann dem gängigen Bild des Liedermachers. „Wer sich unter dem Wort Liedermacher immer noch weltverbesserndes Correctnessgequengel vorstellt“, kenne ihn nicht, sagt er. Seine Definition lautet: „Liedermacher sind Lebensqualität.“ Mit seinen Songs spannt Widmann einen Bogen über die komplette Bandbreite menschlicher Gefühlszustände, mit Mut zur Zerbrechlichkeit, zu leisen Tönen und trotzdem immer wieder auch nur zum Kaputtlachen.

Der Liederpreis wird jedes Jahr von der Liederbestenliste mit Unterstützung von der Musikzeitschrift Folker vergeben. Der Mitschnitt des Preisträgerkonzerts wird zu einem späteren Zeitpunkt im Deutschlandfunk, im Deutschlandradio Kultur und auf MDR Figaro gesendet.

Die monatliche „Hitparade der besonderen Art“ (Melodie & Rhythmus) wird seit 1984 (von 1984 bis 2003 vom SWF bzw. SWR, seit 2004 vom Verein deutschsprachige Musik organisiert) nicht auf der Basis von Verkaufszahlen, sondern anhand von Empfehlungen einer unabhängigen Jury aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengestellt. In ihr finden sich Lieder mit kritischen, nachdenkenswerten Texten und einer Musik, die sich nicht unbedingt an eingefahrene Hörgewohnheiten anlehnt. Zu den bisherigen Trägern des Liederpreises seit 1984 gehören u. a. Wolf Biermann, Franz Josef Degenhardt, Danny Dziuk, Gerhard Gundermann, Franz Hohler, Manfred Maurenbrecher, Reinhard Mey, Georg Ringsgwandl, Wenzel und Konstantin Wecker.

Kontakt:
info@liederbestenliste.de
www.liederbestenliste.de

Konzertinfo & Tickets:
www.pantheon.de

Online-Tickets Verkauf fürs Liederfest: Print-at-home-Tickets

Künstlerinfos:
www.stoppok.de
www.utakoebernick.ch
www.goetzwidmann.de


Liederbestenliste im ORF

Jetzt hat die Liederbestenliste auch ein „Zuhause“ beim ORF in Österreich gefunden.  Ab dem 21. September wird Mirjam Jessa* jeden dritten Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr in ihrer Sendung „Spielräume“ auf die aktuelle Ausgabe der Liederbestenliste eingehen.

Obwohl Österreich schon mehrmals mit „Gästen“ beim Liederfest vertreten war – Ludwig Hirsch, Stefanie Werger (1985), Wolfgang Ambros (1986), Ludwig Hirsch (1987), Broadlahn (1994), Georg Kreisler (1989), Hubert von Goisern (2201), Wortfront (2006), Leo Lukas (2007) und Erika Pluhar (2008) –, warten die österreichischen Musiker noch auf den ersten Liederpreisträger aus ihren Reihen. Die Liste der im Laufe der Jahre in der monatlichen Hitparade vertretenen Österreicher ist jedoch lang. Sie reicht, um nur einige Namen zu nennen, von Wolfgang Ambros und Attwenger über André Heller und das Kollegium Kalksburg sowie Ernst Molden und Roland Neuwirth bis zu Kurt Ostbahn und den Strottern. Im September steht Ernst Molden mit dem Titelstück seiner CD Es Lem auf Platz 1 der Liederbestenliste.

* ORF
„Spielräume“
Mirjam Jessa
Ö1 Musikredaktion
ORF Funkhaus
Argentinierstr. 30 A
A-1040 Wien
Österreich
( mirjam.jessa @ orf.at )


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